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Mit dem Mietwagen durch Panama (Teil 1) – ein Wechselbad der Gefühle

Aktualisiert: 6. Mai

Wir sind mit zwei Kindern fast vier Wochen durch Panama gefahren und haben von positiven Überraschungen bis zu großen Enttäuschungen alles erlebt. Hier berichten wir über die Höhe- und Tiefpunkte dieser spannenden Reise.

 

Reisenhochzwei Familie im Auto
Mit dem Mietauto haben wir Panama unsicher gemacht.


Schon der kleine Tiger und der kleine Bär wussten über die vermeintlichen Vorzüge von Panama Bescheid. Dort soll alles besser, größer und schöner als Zuhause sein und außerdem riecht es nach Bananen. Das mit dem Bananenduft stimmt sogar zum Teil.

 

„Oh wie schön ist Panama.“

Bekanntes Zitat aus der gleichnamigen Kindergeschichte von Janosch.

 

Wir wollten schon seit längerem herausfinden ob der Rest auch wahr ist und haben das lateinamerikanische Land im Zuge unserer 6-monatigen Familienreise besucht. Gestartet sind wir in der Hauptstadt Panama-City. Eine Metropole, die für uns zu den positiven Überraschungen dieses Landes zählt. Die Stadt hat alles, was man sich für einen abwechslungsreichen City-Trip wünschen kann: ein modernes Zentrum, eine wunderbare Altstadt, interessante Ausflugsmöglichkeiten, ein gutes Nahverkehrssystem und mit dem Metropolitan Park eine grüne Lunge, die absolut sehenswert ist.


 

Für eine Rundreise ist Panama City auch aufgrund der zentralen Lage im Herzen des Landes und des internationalen Flughafens der beste Ausgangspunkt.

 

Ein paar Infos über Panama

Das Land in Mittelamerika grenzt im Westen an Costa Rica und im Osten an Kolumbien (das Grenzbiet auf dieser Seite sollte man eher auslassen) und hat eine Atlantik- und eine Pazifikküste. Im Jahr 1903 erhielt Panama durch eine militärische Intervention der USA die Unabhängigkeit von Kolumbien und hat sich seit damals zu einem der reichsten Länder Lateinamerikas gemausert. Heute sind mehr als 29 Prozent der Landfläche in 15 Naturparks aufgeteilt, die dem Schutz und Arterhalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt dienen. Der Tourismus ist bist auf ein paar Ausnahmen gut auf „verwöhnte westliche Reisende“ eingestellt, was sich auch in der allgemeinen Preispolitik widerspiegelt.



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Ist Panama teuer?

Einkaufen in Panama ist teurer als bei uns in Österreich oder Deutschland und die Gaststätten sind auf einem ähnlichen Niveau. Lediglich bei Unterkünften kann man hier noch Schnäppchen mit guten Preis-Leistungsverhältnis finden. Wie fast überall in Lateinamerika sind auch Ausflüge hier recht preisintensiv und es gibt fast keinen Wanderweg oder Wasserfall, vor dem kein Eintritt zu bezahlen wäre. Für jemanden der ansonsten durch die österreichische Bergwelt wandert, und für den die Natur ein Allgemeingut ist, ist das doch ziemlich ungewohnt, aber damit muss man hier rechnen. Panama ist auf jeden Fall kein Billigland, und die angebotenen Leistungen entsprechen nicht immer den gehobenen Preisen. Das ist ein etwas bitterer Beigeschmack.

 

Die Stationen unserer Panama-Rundreise

Wir haben schon einige Rundreisen gemacht und haben es uns angewöhnt, es eher ruhig anzugehen. Im Vergleich zu anderen Alternativtouristen sind wir keine „Kilometerfresser“, die 500 Kilometer und mehr fahren und jeden Tag ihre Unterkunft wechseln. Wir möchten die Länder nicht in Hochgeschwindigkeit herunterspulen, sondern Land und Leute richtig kennenlernen.

Panama ist von der mittelamerikanischen Bergkette Cordillera de Talamanca durchzogen und trotz gut ausgebauter Straßen recht mühsam zu durchqueren. Aus diesem Grund haben wir uns vorgenommen nie mehr als 300 Kilometer am Stück zu fahren – ganz gelungen ist uns das aufgrund einer kurzfristigen Routenänderung nicht.


Panama Route Rundreise
Das ist die Route, die wir durch Panama genommen haben,

Die Route:

Panama City: 4 Nächte – im Stadtbüro von Europcar haben wir unser Mietauto geholt (siehe BLOG „Panama City“). Unterkunft: Tryp by Wyndham


Santiago de Veraguas: 1 Nacht – hier haben wir in einem vergleichsweise gar nicht so preiswerten Hostel einen Zwischenstopp gemacht. Unterkunft: Hostel Travelers Santiago


Bajo Boquete: 4 Nächte – in dem Bergdorf auf über 1000 Metern Seehöhe hat es uns besonders gut gefallen.  Unterkunft: Boquete Garden Inn


Bocas del Toro, Isla Colon: 5 Nächte – die Inselgruppe im äußersten Nordwesten Panamas wird als karibisches Inselparadies verkauft und wurde zur größten Enttäuschung dieser Rundreise. Unterkunft: La Luciérnaga Big Creek


Bocas del Toro, Isla Cristobal: 2 Nächte – ursprünglich waren hier vier Nächte geplant, wir sind allerdings nach zwei Nächten abgereist. Die „Bocas“ und wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Unterkunft: El Clandestino (Wasserbungalows)


Las Lajas: 2 Nächte – von den enttäuschenden Bocas sind wir kurzfristig hierher geflohen, das hat uns immerhin die weiteren Tagesetappen verkürzt. Unterkunft: Residence Las Lajas


Pedasi: 4 Nächte – eigentlich wollten wir drei Nächte in Chitre bleiben, haben uns aber schließlich für diesen Airbnb Bungalow mit Küche entschieden. Unterkunft: 3 min to Pedasi, 5 min to the Beach, Private Pool! (ja, ein seltsamer und vielsagender Name zugleich, aber die Bilder und Rezensionen haben uns  zu Recht angesprochen)


El Valle Anton: 3 Nächte – den grünen Ort im Kraterkessel wollten wir uns unbedingt ansehen. Unterkunft: Villa San Antonio


Panama City: 1 Nacht – hier haben wir unsere Rundreise beendet und uns auf den Weiterflug nach Los Angeles vorbereitet. Unterkunft: Tryp by Wyndham

 

Die Vorteile eines Mietwagens

Über unseren Aufenthalt in der beeindruckenden Hauptstadt Panamas haben wir, wie erwähnt, bereits in unserem letzten Blog geschrieben. Wir haben uns auch in Panama dazu entschieden uns wieder einen Mietwagen zu nehmen. Ein eigenes Gefährt macht die ganze Sache in mehrerlei Hinsicht einfacher. Erstens ist man wesentlich flexibler und nicht auf die Fahrpläne von öffentlichen Verkehrsmitteln angewiesen, zweitens kann man mehr Gepäck mitnehmen, was besonders beim Einkauf größerer Mengen Lebensmittel angenehm ist. Drittens ist es einfach bequemer. Selbst die Kosten sind, wenn man zu viert unterwegs ist, nicht viel höher als wenn man Bahn, Bus und regelmäßig Taxi fährt. Wir haben für unseren 4-wöchigen Panama-Trip etwas über 900 Euro für einen Mittelklasse Hyundai bezahlt – neben

Toyota Pickups offenbar die Lieblings-Automarke in Panama.


Auf unserer Reise haben wir übrigens ein deutsches Paar kennengelernt, das sieben Wochen mit dem Bus durch Panama unterwegs war. Sie haben uns bestätigt, wie anstrengend und ungemütlich längere Etappen mit den öffentlichen Bussen sind. Besonders mit Kindern und dementsprechend viel Gepäck, sei das nicht zu empfehlen, also reservierten wir unseren Mietwagen schon im Vorhinein beim Stadtbüro von Europcar – zu Fuß nur fünf Minuten von unserem Hotel Tryp by Wyndham entfernt.

 

Von Panama City nach Santiago de Veraguas

Unsere Strecke führte uns von der Innenstadt über die Puente de las Américas über den Panamakanal und die bekannte Straße Panamericana bis nach Santiago de Veraguas. Für die rund 250 Kilometer lange Strecke haben wir rund viereinhalb Stunden gebraucht. Vor einer Fahrt über die Panamericana, auch Route 1, sollte man unbedingt wissen, wie wichtig es ist, sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen zu halten. In Ortsgebieten ist die Höchstgeschwindigkeit meist mit 40 km/h begrenzt und Überland darf fast immer nur 80 gefahren werden (sehr selten 100). Wir sind noch in keinem Land unterwegs gewesen, in denen es mehr Polizeikontrollen gab und mehr Polizisten mit und ohne Radargeräte am Straßenrand standen als in Panama – wahrscheinlich auch Grund für die recht gesittete Fahrweise der meisten Verkehrsteilnehmer.


Viel Polizei in Panama

Allein in den ersten beiden Wochen wurden wir viermal aufgehalten (ohne zu schnell gefahren zu sein) und wurden jedes Mal weiter gewunken, nachdem einer von uns lächelnd aber entschuldigend „No hablo español“ gestottert hat. Die weitere Vorgehensweise war den Uniformierten wohl zu anstrengend und wir sprechen ja wirklich fast kein Spanisch.

Santiago de Veraguas ist kein touristisches Highlight. Hier gibt es neben einer Shoppingmall vor allem eines: Stau. Für die letzten fünf Kilometer vor unserer Unterkunft, haben wir fast eine dreiviertel Stunde gebraucht. Für uns diente dieses unspektakuläre Städtchen vor allem als Zwischenstopp auf unserer Fahrt nach Boquete, weshalb wir uns für ein Hostel entschieden haben. Wir wollten vor allem günstig übernachten, haben dann mit (gutem) Frühstück erst 83 Dollar hingeblättert. Zum Vergleich: Das gute Stadthotel Tryp by Wyndham mit Dachpool und Frühstücksbuffet hat für uns vier 86 Dollar pro Nacht  gekostet.


Das Hostel Travelers in Santiago de Verguas ist alles in allem ein guter Tipp für einen kurzen Zwischenstopp.


Die Betreiber und Mitarbeiter des Hostel Travelers waren allerdings sehr freundlich und bemüht, auch wenn die Unterkunft nicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat. 

Leider haben wir zu unserem Zimmer auch keinen Schlüssel bekommen, da der Vormieter vergessen hatte diesen abzugeben. Wir hatten also ständig das mulmige Gefühl, dass irgendwer in unser Zimmer geht – wahrscheinlich ohne Grund, aber dennoch.


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Wie unsere Panama-Rundreise weiter verlaufen ist und warum wir von der hochgelobten Inselgruppe Bocas del Toro geflüchtet sind, erfahrt ihr in unserem nächsten Blog.

 

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Unsere Shoppingtipps für eure Panama-Reise:



»Wenn man einen Freund hat, braucht man sich vor nichts zu fürchten!« Dass der kleine Bär und der kleine Tiger dicke Freunde sind, weiß jedes Kind. Zusammen sind die beiden wunderbar stark, stark wie ein Bär und stark wie ein Tiger. In ihrem Haus am Fluss haben sie es gemütlich. Eines Tages findet der kleine Bär eine Kiste, die von oben bis unten nach Bananen riecht. Auf der Kiste steht »Panama«. Also machen sich der kleine Bär und sein Freund, der kleine Tiger, auf den Weg dorthin, in das Land ihrer Träume.



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Lebensfreude in Panama – ein neuer Lonely Planet zu Panama, dem südlichsten Zipfel Zentralamerikas: Auf über 250 Seiten gibt der Guide jede Menge Aktivtipps für die besten Surfstrände, Tauchspots und Rafting auf dem Rio Chiriquí. Outdoorfreaks finden alles zu spannenden Trekkingtouren durch den tropischen Regenwald und zum Transpanama Trail. Wer nur wenig Zeit hat, tourt am besten auf einer der maßgeschneiderten Routen durchs Land. Und zum Relaxen schickt dich der Lonely Planet an die Traumstrände der San-Blas-Inseln. Mit Liebe zum Detail haben die Autoren die Reisetipps zusammengetragen und alles unabhängig recherchiert: Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen, Reiserouten und Verkehrswege, Kunst und Architektur, Geschichte und Kultur. Ob Backpacker, Pauschalreisende oder 5-Sterne-Tourist – mit dem Lonely Planet im Rucksack oder Handschuhfach bist du garantiert bestens gerüstet.



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