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Mit dem Mietwagen durch Panama (Teil 2) – eine Rundreise mit Höhen und Tiefen



Auf unserer Mietwagen-Rundreise durch Panama haben wir sowohl echte Höhepunkte als auch große Enttäuschungen erlebt. Hier geben wir Tipps für einen gelungenen Panamatrip und empfehlen Orte, Unterkünfte und Restaurants – wie immer ehrlich und ohne dafür bezahlt zu werden.

 

Wie in unserem letzten Panama Blog bereits berichtet, waren wir vier Wochen in dem mittelamerikanischen Land unterwegs. Nach der großartigen Panama-Stadt und dem unspektakulärem Santiago de Veraguas, machten wir uns auf den Weg nach Bajo Boquete. Wir waren schon im Vorfeld fast sicher: Hier würde es uns gefallen.


 

Von Santiago de Veraguas nach Bajo Boquete

Unser nächstes Etappenziel war die auf 1200 Höhenmetern liegende Stadt Bajo Boquete, kurz „Boquete“, angeblich einer der touristischen Höhepunkte des Landes. Jedes Jahr im Januar oder Februar findet in Boquete die Feria de las Flores y del Cafe statt. Die Kaffeebohnen Boquetes sollen die besten des Landes sein und auch die schönsten Orchideen werden dort mit dem Festival de las Orquidias gefeiert und ausgestellt – wir konnten uns ein Bild von diesen außergewöhnlichen Züchtungen machen (wir wissen leider, wie schnell Orchideen bei uns das Zeitliche segnen).


In Boquete ist das Klima sehr angenehmen. Am Tag ist es warm und in der Nacht wird es kühler, sodass man auch nach Unterkünften ohne Klimaanlage suchen kann. Wir haben uns für die etwas außerhalb der Stadt liegende Anlage Boquete Garden Inn entschieden und wurden nicht enttäuscht. Hier bewohnten wir für vier Nächte eine der besten Unterkünfte unserer gesamten bisherigen Reise. Die Zimmer liegen in einem wunderschönen tropischen Garten, das Zimmerservice ist großartig, es gibt einen kleinen Thermalpool und das Frühstück war hervorragend.


Das Boquete Garden Inn in Bajo Boquete können wir uneingeschränkt weiterempfehlen


Von Boquete aus kann man ein paar recht teure Ausflüge machen:

  • Fahrt auf den Vulkan Volcán Barú: Um 125 Dollar (und mehr) pro Person wird man um 4 Uhr morgens abgeholt und begibt sich mit einer Kleingruppe über schlechte Straßen auf den mit 3500 Höhenmetern höchsten Punkt Panamas. Die Fahrt ist anstrengend aber die Erfahrung soll, wenn man noch nie auf einem Vulkan war, herausragend sein.

  • Rafting: In unmittelbarer Nähe zu Boquete Town befindet sich einer der angeb lich weltbesten Wildwasser-Rafting Stellen. 65 Dollar pro Person


  • Geführte Dschungeltouren: Rund um Boquete befinden sich einige wunderschöne Wanderwege durch den Dschungel. Diese kann man auf eigene Faust oder mit einem Guide besuchen. Es gibt beeindruckende Wasserfälle, viele Vögel (z.B. Quetzal), Faultiere und eine großartige Flora zu bestaunen.


  • Kaffeetouren: Wer sich für den Ursprung des lebenswichtigen Heißgetränks interessiert, sollte eine der unzähligen Touren zu einer Kaffeeplantage machen. Rund 40 Dollar pro Person.

 

Wir wollten für unsere Ausflüge nicht so viel ausgeben und haben in die drei ganzen Tage in Boquete ruhig verbracht. Wir waren:


1.    Im Stadtpark von Boquete: Der Park liegt direkt am Fluss, hat einen Teich und viele Plätze zum Entspannen und Picknicken.




2.    Parque de Boquete: In dieser Gartenanlage gibt es einige kleinere Verkaufsstände und Lokale, viele Pflanzen und bunte Figuren. Wir haben dort auch die Orchideen-Ausstellung besucht. Eintritt 2,50 $ pro Erwachsenen




3.    Pipeline-Trail: Der sogenannte Pipeline-Trail liegt etwa 25 Minuten außerhalb von Boquete den Berg hinauf. Hier geht man rund 1,5 Stunden durch den Dschungel zu einem wunderschönen Wasserfall. Eintritt 5 $ pro Person.




Essen gehen in Boquete ist ziemlich teuer, aber im Boquete Garten Inn liegen Gutscheine für ein paar Partnerlokale auf. Wir waren damit zweimal im APIZZA und haben pro Gutschein zu jeder Pizza ein Gratis-Getränk bekommen. Die Pizzen dort sind zwar nicht besonders groß, aber sehr gut. Wer eine Küche hat oder sich generell selbst versorgt Kann aufatmen: In Boquete gibt es auch einen großen REY-Supermarkt.

 

Von Boquete auf die Bocas del Toro

Bocas del Toro ist eine Provinz im Nordwesten Panamas und umfasst neben dem Festland sechs größere und zahlreiche kleine Inseln. Der Meeres-Nationalpark der Insel Bastimentos ist ein Nationalpark, der große Teile der Insel Bastimentos, viele kleinere Inseln und zum größten Teil Meeresgebiete miteinschließt. Bei Touristen sind „die Bocas“ angeblich sehr beliebt, weshalb auch wir es uns nicht nehmen ließen, die weite Anreise und über die Berge auf uns zu nehmen. Gleich vorweg: Diese vierstündige Fahrt und das teure Wassertaxi hätten wir uns sparen können.


Die Bocas werden überall in Panama als karibisches Inselparadies verkauft, doch ist unserer Meinung nach nur Fassade. Bereits bei der langen und recht anstrengenden Fahrt über die Bergstraße kommt man durch stark armutsbetroffene Gebiete. Immerhin war die Aussicht toll. Die letzten 60 Kilometer vor der äußerst unattraktiven Hafenstadt Almirante sind voller Schlaglöcher, und nehmen mehr Zeit in Anspruch als nötig wäre.


Da wir unseren Mietwagen nicht auf die Insel Colon mitnehmen wollten – wir wollten schließlich noch auf eine andere, autofreie Insel weiterfahren – mussten wir den Wagen für neun Tage irgendwo in Almirante abstellen. Hier empfehlen wir Gias Garage. Bei Gia kann man über WhatsApp einen Abstellplatz für mehrere Tage bestellen. Gia ist äußerst freundlich und spricht sehr gut Englisch. Wir haben pro Tag 3 Dollar gezahlt. Sehr fair!


UNSER TIPP: Bei der Einfahrt nach Almirante heißt es aufpassen! Hier sind – wie Gia sie genannt hatte – „Chaser“ unterwegs. Sie erwarten Neuankömmlinge bereits bei der Einfahrt und versuchen Touristen sehr penetrant irgendwo hinzulocken. Darauf sollte man auf keinen Fall reinfallen. Auch wenn einen die Chaser auch noch eine Weile mit dem Fahrrad verfolgen, darf man auf keinen Fall stehen bleiben, wenn man nicht betrogen werden will.


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Isla Colon und Bocas Town – weit entfernt vom Paradies

Der Fährhafen von Almirante ist unscheinbar und verschwindend klein neben all den Chiquita-Containern. Hier scheint einer der Hauptumschlagpunkte für die gelben gebogenen Früchte zu sein. Die Überfahrt zur Isla Colon und dem Hauptort Bocas Town kostet 10 Dollar und ist inklusive Rückfahrt – zur Identifikation muss man den Reisepass herzeigen. Die Passnummern werden notiert. Auf einem der kleinen unbequemen Wassertaxis waren wir dann doch relativ froh, das hässliche Almirante zu verlassen. Es wäre besser gewesen erst gar nicht herzukommen.


Nach feuchten 30 Minuten Fahrzeit haben wir in Bocas Town angelegt. Eine Stadt, die schon auf den ersten Blick überhaupt nicht so aussieht, wie in den Touristenmagazinen und Lifestyle-Postings beschrieben. Karibisch, ja – aber hier trifft man auf die schlechtesten Seiten der Karibik. Die Straßen sind dreckig, die Autos auch. Viele Häuser sind verfallen und wir hatten den Eindruck ein Tropensturm wäre vor kurzem über die Insel gefegt. Weit gefehlt, denn hier sieht es immer so aus.

 

Isla Colon war ein Reinfall

Mit dem öffentlichen Bustaxi fuhren wir zu unserer Unterkunft La Luciérnaga Big Creek einem kleinen Bed and Breakfast fünf Kilometer außerhalb der unattraktiven Inselhauptstadt. Wenigsten hier fühlten wir uns wohl. Der Betreiber, Carlos, ein Italiener, gab uns die wichtigsten Infos zu Insel und Unterkunft und überließ uns unserer dezent brodelnden Unzufriedenheit. Fünf Nächte hatten wir auf dieser Insel vor uns – wir wollten das Beste daraus machen.


Das Beste an Carlos Unterkunft waren die recht geräumigen Zimmer und die Gemeinschaftsküche im Freien. Hier konnten wir uns etwas kochen und dabei Geld sparen, denn die Preise auf Colon sind absolut überteuert. Da es während unseres Aufenthaltes fast durchgehend geregnet hat, konnten wir außer unserem Einkauf lediglich den stark überschätzten Playa Bluff  besuchen. Dieser Strand ist teilweise schön anzusehen, ins Wasser gehen sollte man hier allerdings nicht, da Wellen und Strömung hier gefährlich stark sind. Für 15 Dollar fuhren wir mit dem Taxi enttäuscht zurück ins Luciernaga.



Die anderen Strände die fußläufig zu erreichen waren, waren nicht einmal schön anzusehen und wie der Rest der Stadt, ziemlich verdreckt. Immer wieder sieht man Abwasserrohre die von Häusern und Hotels ins Meer führen. Schwimmen mag man dort sowieso nicht.

Bei unserem ersten Ausflug nach Bocas Town haben wir das Méren Pool Club & Restaurant entdeckt. Hier können auch hotelfremde Gäste den Pool mitbenutzen und wir sind dort etwas trinken gegangen. Doch Konusmation ist zu wenig, um dort mit den Kindern einmal in den Pool zu gehen, denn der Gang ins erfrischende Wasser kostet dort 20 $ pro Person. Nein danke!

 

 

Ab nach San Cristobal – vom Regen in die Traufe

Nach vier größtenteils verregneten Tagen auf Isla Colon ging es für uns wieder weiter. Unser nächster Halt war die Insel San Cristobal. Da wir schon immer Mal in einem Wasserbungalow nächtigen wollten, hatten wir bereits im Vorfeld der Reise vier Nächte in der Unterkunft El Clandestino gebucht. Wir hatten uns eigentlich sehr darauf gefreut, waren nach unserem Aufenthalt auf Colon allerdings sehr skeptisch. Zurecht!

Bereits die Anreise war nicht wie erwartet. Wir haben zwischen Colon und Cristobal keine günstige öffentliche Verbindung gefunden. Der Grund dafür wurde uns bald klar: Es gibt keine. Auf Anfrage bei den Betreibern des Clandestino wurde uns ein kleines desolates Wassertaxi geschickt. Kostenpunkt: 60 Dollar. Schluck.


Endlich angekommen, wurde uns bewusst, wie schlecht wir uns über die Unterkunft informiert hatten. Wasserbungalow klingt ja erstmal ganz wunderbar. Der Bungalow selbst war schon etwas baufällig. Das Badezimmer lag halb im Freien und nicht nur das Duschwasser, sondern auch der Kanal liefen direkt ins Meer ab, keine 10 Meter von jenem Platz entfernt, an dem man ins Wasser geht. Zu unserem Zimmer gehörte eine Terrasse mit Steg. Leider war die Leiter die ins Wasser führte kaputt und wir mussten improvisieren. Die Umgebung war traumhaft (siehe Bilder) aber das Wasser war zum Baden nicht geeignet; der Boden war übersäht von tausenden Seeigeln, es gab Quallen und Seerochen... und den immer wiederkehrenden Gedanken an das Kanalrohr.



Die Anlage selbst war sehr überschaubar und da man die Insel dahinter nicht betreten konnte, gab es keine Alternative als den ganzen Tag auf der Terrasse oder dem kleinen Restaurant herumzuliegen. Immerhin waren Christopher, der interimsmäßig eingesetzte Koch und Betreiber des El Clandestinos sehr sympathisch. Die Besitzer befanden sich gerade in Belgien und hatten ohnehin vor, die Anlage teuer zu verkaufen. Warum sollte man sich da also noch um die Gäste bemühen.


Die Liste der Beschwerdepunkte ist noch länger und hat hier keinen Platz. Eines sollte aber unbedingt erwähnt werden (und hätte auch auf der Buchungsseite stehen sollen). Da man das El Clandestino während des gesamten Aufenthaltes nicht (billig) verlassen kann und die Zimmer keinen Kühlschrank und keine Klimaanlage haben, ist man als Gast auf das Essen im Hotel angewiesen. Hier müssen wir fairnesshalber zugeben, dass Christopher ein großartiger Koch ist, aber die Portionen für 20 Dollar pro Person (auch für Kinder) etwas zu klein waren. Das Clandestino reiht sich in die Liste der überteuerten Erfahrungen in Panama ein.


Bereits nach der ersten (fürchterlichen) Nacht, haben wir beschlossen nach der zweiten (ebenso fürchterlichen) Nacht frühzeitig abzureisen. Was waren wir froh als wir weitere 60 Dollar ärmer (Wassertaxi) und von Sandfliegen völlig zerstochen, bei Gias Garage ankamen und endlich weiterfahren konnten. Wir mussten unsere Reiseplanung dafür etwas abändern und umbuchen.

 

Von Almirante nach Las Lajas

Immerhin hatten wir nach dem Bocas-Reinfall zwei Tage mehr und entschieden uns zwischen Almirante und unserem ursprünglich geplanten Aufenthalt in Chitre noch zwei Tage in dem Küstenort Las Lajas einzuplanen. Daraufhin haben wir auch unseren Chitre Aufenthalt umgebucht und uns ein günstigeres Airbnb in Pedasi genommen. So hatten wir die Mehrkosten durch die zwei zusätzlichen Nächte fast wieder herinnen und haben uns zwei Tage überteuertes Essen im El Clandestino erspart.  Besonders auf längeren Reisen muss man immer flexibel sein, umplanen und Kompromisse eingehen. Diesmal hatten wir wieder zweimal Glück.


Die Fahrt von Almirante nach Las Lajas dauerte fast vier Stunden, aber immerhin fuhren wir vom schlechten ins gute Wetter. Die Unterkunft Las Lajas Residence hat uns für die letzten sieben Nächte auf den Boca wieder entschädigt. Hier gab es ein geräumiges Zimmer mit sauberem Bad und Klimaanlage, ein sehr gutes Frühstück (Highlight: Ramonas selbst gebackene Muffins und Kuchen) und einen Pool. Viel mehr brauchten wir gar nicht.



Die Las Lajas Residence befindet sich etwas einen halben Kilometer rechts der Panamericana und etwas außerhalb des Ortes. Hier gibt es mehrere Einkaufsmöglichkeiten und gute Restaurants mit fairen Preisen wie zum Beispiel das Naturalmente Pizza. Die belegten Teigscheiben werden von einem Italiener zubereitet und schmecken vorzüglich.

Der breite Strand von Las Lajas ist schön aber nicht herausragend. Leider sind die Parkgebühren für Strandbesucher zum Teil absolut überteuert (z.B: 20 Dollar pro Auto, egal wie lange man bleibt).


Kein Pony, aber ein tolles Resort

Wer Las Lajas auf einer Rundreise einen Besuch abstatten will und den Strand auch nutzen möchte, dem empfehlen wir die Unterkunft Show Pony Resort am Ende einer Stichstraße mit Pool und eigenem Strandzugang. Wir haben dem Resort einen Besuch abgestattet und mit dem sympathischen Besitzer aus Kanada gesprochen.


Ein absoluter Höhepunkt des Show Pony Resorts ist das „Zimmer“ mit dem Spitznamen El Palacio, „Der Palast“, in diesem Bungalow können bis zu zehn Gäste problemlos nächtigen und ihren Urlaub so richtig genießen. Wir haben für euch ein paar Bilder gemacht. Auch Tagesgäste können den Pool und Strandbereich des Resorts gegen eine Gebühr von 11 Dollar pro Person genießen. Das ist auch bei anderen Hotels am Playa las Lajas so üblich. Wir persönlich würden das eher mit einem Konsumationsgutschein lösen: Wer die Anlage nutzen will muss 15 bis 20 Euro zahlen und diese dann im Restaurant ausgeben. Aber das ist nur ein Tipp.


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Von Las Lajas nach Pedasi

Ursprünglich hatten wir geplant in Chitre zu übernachten, wollten aber aufgrund der entstandenen Mehrkosten wegen der frühzeitigen Abreise von den Bocas Geld sparen und billigere Unterkünfte nehmen. Die erste davon war in Las Lajas, die zwei in Pedasi auf der Halbinsel Azuero. Dort haben wir ein auf Airbnb eine traumhafte Ferienvilla mit eigenem Pool zu einem tollen Preis gefunden. Nur die Fahrt dorthin war etwas länger, aber das hatten wir mit dem Zwischenstopp in Las Lajas bereits wieder drinnen.


Padasi ist ein kleiner beschaulicher Ort auf der trockenen Halbinsel Azuero.

Pedasi liegt am unteren Ende der Halbinsel im gleichnamigen Bezirk und kann nur als verschlafenes Nest bezeichnet werden. Je weiter man sich von der Panamericana entfernt und die Straße in Küstennähe entlangfährt umso trockener wird die Landschaft. Die Wiesen werden immer brauner und die Lufttemperatur steigt. Hier wird es in der Trockenzeit so richtig heiß und die Menschen leiden immer wieder unter Wassermangel. Auch bei uns war Wasser teilweise Mangelware und wir sind sehr sparsam damit umgegangen – eine durchaus interessante Erfahrung, die man aber nicht öfter machen muss.

 

Wunderbare Airbnb-Villa

Die Ferienvilla hat uns sofort begeistert. Die offene Bauweise, die hohen Decken, zwei Badezimmer, eine Wohnküche und die große Terrasse mit Blick auf den Griller und den Pool – wir hätten es nicht besser erwischen können. Der Preis war mit 95 Euro inklusive Abgaben, Airbnb- und Reinigungsgebühr unschlagbar. Außerdem gibt es in der Villa eine Waschmaschine und einen Trockner und wir konnten unsere Wäsche wieder einmal komplett durchwaschen. Auch das hat uns sicher 30 Dollar gespart. Wir werden immer mehr zu Airbnb Fans.


Das Haus liegt etwas außerhalb des Ortes Pedasi in einer recht neuen Wohnhausanlage in denen sich hauptsächlich US-Amerikaner und Kanadier zu Ruhe gesetzt haben. Ab 350.000 Doller kann hier noch neue oder leerstehende Immobilien kaufen – wenn es hier nur nicht so trocken wäre. Immerhin ist die Infrastruktur in Pedasi gut und es gibt ausreichend Einkaufsmöglichkeiten.



Leider ist auch der Strand eine Enttäuschung. Der Playa el Arenal hätte irrsinnig großes Potenzial, wenn er nicht so unappetitlich wäre. Überall liegt Plastikmüll, von dem Hundeskelett am Weg dorthin ganz zu schweigen. Die kleine Insel Iguana liegt keine fünf Kilometer von der Küste von Pedasi entfernt und hätte (angeblich) einen schöneren Strand mit türkisgrünem Wasser zu bieten, aber die Wassertaxis sind mit 80 Dollar pro Fahrt einfach maßlos überteuert – wie vieles in Panama.


Wir haben vier Nächte in unserer kleinen Traumvilla verbracht und es uns so richtig gut gehen lassen bevor wir schließlich weiterfuhren.

 

Von Pedasi nach Anton Valley

211 Kilometer sind es von Pedasi ins El Valle de Antón – dem Städtchen, das mitten in einen kreisrunden Vulkankrater gebaut wurde. Eigentlich nicht sehr beruhigend. Hier geht es sogar noch beschaulicher zu als in Boquete, da der Ort nicht auf der stark frequentierten Backpacker-Route liegt. Im größten bewohnten Vulkankrater der Welt kommen vor allem Naturliebhaber, Outdoorfans und gestresste Städter auf ihre Kosten. Von hier aus kann man die Gipfel von Cerro Gaital, Cerro Cara Iguana, Cerro La Cruz, Cerro La Silla und La India Dormida auf eigene Faust besteigen – wer gerne wandert ist in Valle Anton richtig. Die wahrscheinlich bekannteste Wanderung der Gegend ist die India dormida. Eine Kraterrandformation, die wie eine liegende Frau aussieht und daher ihren aussagekräftigen Namen bekam.



Wir haben uns wieder eine kleine Selbstversorgerunterkunft gemietet, da wir noch einige Lebensmittel aufzubrauchen hatten und eine eigene Küche einfach die kostengünstigste Variante auf Reisen ist. In der Villa San Antonio hatten wir alles was wir brauchten und sogar wieder einen kleinen Pool. Genau der richtige Ausklang bevor wir für unsere letzte Nacht dieser Rundreise wieder nach Panama-City fuhren. In Valle Anton hätten wir es aber noch länger ausgehalten.

 

Fazit

Panama hat bei uns gemischte Gefühle hinterlassen. Einerseits haben wir sehr nette Menschen und wunderbare Orte kennengelernt. Andererseits mussten wir feststellen, dass viele Einheimische die Besucher ihrer Heimat als Goldesel betrachten. Vor allem Ausflüge und Touren sind meist absurd überteuert. Bei den meisten Tourenanbietern wird wenig geboten und viel verlangt – das passt für uns nicht zusammen. Bei fast jedem Strand werden Parkgebühren verrechnet und jeder noch so kleine Wanderweg kostet etwas. Etliche, der ohnehin nicht sehr zahlreichen Strände sind leider auch ziemlich verdreckt. Für sowas wollten wir kein Geld bezahlen und haben meistens sofort wieder umgedreht.


Auf der anderen Seite ist Panama beschaulicher, als der kleine Nachbar Costa Rica. Ruhesuchende finden hier sicher den Platz ihrer Träume. Lediglich die Inseln Bocas del Toro kann man getrost auslassen.


Panama City hat uns besonders positiv überrascht. Die moderne Stadt mit dem alten Kern, hat alles was sich Städteurlauber wünschen. Hier kann man einige Tage ohne Langeweile verbringen, hier stimmt auch das allgemeine Preis-Leistungsverhältnis noch.

Wir bereuen es nicht Panama besucht zu haben, sind aber auch froh dies im Zuge einer längeren Reise gemacht zu haben. Wer schöne Strände liebt sollte hier besser nicht seinen Haupturlaub verbringen. Wer Rundreisen mag, wird in Panama durchaus fündig werden. Billigland ist Panama aber mit Sicherheit keines mehr.


In unserem nächsten Blog geht es nach Los Angeles und die Universal Studios.


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Unsere Shoppingtipps für eure Panama-Reise:




Panama, das von Reisenden bislang noch wenig entdeckte Land im Südosten Zentralamerikas, begeistert mit seinen Natur- und Kulturschönheiten: Palmengesäumte, menschenleere Strände und Inseln, der Regenwald, dazu temperamentvolle Feste, warmherzige Menschen und nicht zuletzt der Panamakanal und Panama-Stadt mit ihrer Altstadt Casco Viejo machen das mittelamerikanische Land zu einem der letzten Paradiese dieser Erde – und einem Eldorado für Individualreisende. 

Volker und Minerva Alsen bieten in ihrem Reiseführer die Gelegenheit, Panama, dessen Tourismusbranche in vielen Regionen noch in den Kinderschuhen steckt, auf ganz eigene Weise zu entdecken. Sie zeigen nicht nur die bekanntesten Ziele wie die Hauptstadt Ciuadad de Panamá, den Panamakanal, das Bergdorf Boquete und die Inselwelt von Bocas del Toro und den San-Blas-Inseln mit lässigem Karibikflair. Sie führen auch zu abgelegenen Stränden, aktiven und erloschenen Vulkanen mit bizarren Landschaften, ehrwürdigen historischen Stätten und den zahlreichen Nationalparks, die sich zwischen den mystischen Nebelwäldern der Bergregion im Westen und dem nahezu unberührten Regenwald im Osten erstrecken. Sie zeigen alle Seiten des Landes mit seinen gastfreundlichen, warmherzigen Menschen, das einfach zu bereisen ist und auch für sportlich Aktive viel zu bieten hat: Vom Surferparadies Playa Santa Catalina bis zum schönen und fordernden Trek Sendero Los Quetzales zwischen Cerro Punta und Boquete, auf dem Wanderer voll auf ihre Kosten kommen. 

Wer Panama individuell entdecken möchte, findet in diesem Reisehandbuch ausführliche Informationen zu Natur, Geschichte und Kultur des Landes und zu allen sehenswerten Orten. Im Vorspann finden sich Übersichtsseiten mit Beschreibungen aller Regionen, eine Jahresübersicht zu Festen und Veranstaltungen, Routenvorschläge und persönliche Top-Tipps der Autoren. Selbstfahrer finden ebenso wie Reisende, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, alle notwendigen Informationen. Tipps zu naturnahem und nachhaltigem Reisen sowie zum Reisen mit Kindern helfen bei der Auswahl der passenden Adressen. Eine kleine Sprachhilfe Spanisch erleichtert die Konversation vor Ort. 



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