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Guadeloupe – Karibikinsel im Doppelpack (Teil 2: Basse Terre)


Guadeloupe Basse Terre
Basse Terre Guadeloupe

Wer Urlaub in Guadeloupe macht bekommt mehr für sein Geld, denn eigentlich sind es mehrere Inseln, die es zu entdecken gilt. Wir waren jeweils zwei Wochen auf den beiden Hauptinseln „Grande Terre“ und „Basse Terre“ – zwei Inselteile, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

 

Wie bereits in unserem letzten Blog beschrieben, hat Guadeloupe die Form eines Schmetterlings. Die beiden Flügel sind nur durch einen Fluss, eine Meerenge, wenn man so will, getrennt und durch eine Brücke miteinander verbunden – sie eint was zusammengehört und doch so verschieden ist.

 

Bergige Dschungelinsel

Im Gegensatz zu Grande Terre ist Basse Terre alles andere als flach. Der Vulkan Soufrière, der 1976 zum letzten Mal ausgebrochen ist, ist mit über 1400 Metern die höchste Erhebung der Insel und inzwischen ein beliebtes Ausflugsziel. Wer hier hinauf will, um die großartige Aussicht zu genießen, braucht neben einem großen Wasservorrat vor allem eines: Ausdauer.

Auf diesem Teil Guadeloupes gibt es etwas weniger Strände als auf Grande Terre, aber die Qualität lässt nichts zu wünschen übrig. Wir haben mit unseren beiden Kindern (9 und 13) ein paar Ausflüge gemacht und einige Strände besucht. Wir empfehlen auf Guadeloupe unbedingt, sich einen Mietwagen zu nehmen, denn die öffentlichen Verkehrsmittel sind nicht die besten (aber immer noch besser als anderswo).


Basse-Terre Guadeloupe
Das ist der Inselteil Basse-Terre


Ausflüge, die wir gemacht haben

  • Deshaies: Im gut besuchten Küstenort Deshaies wird eine unserer Lieblingserien „Death in Paradise“ gedreht, da mussten wir natürlich hin. Wir haben die fiktive „Honore Polizeistation“ besucht (wer hinein will muss 15,- Euro pro Person zahlen) und das Strandlokal „Katherines Bar“. Ein Spaziergang durch den netten Ort ist auch kein Fehler. In Deshaies gibt es auch einen sehenswerten botanischen Garten


Die "Polizeistation Honore" aus der BBC Serie Death in Paradise.
Die "Polizeistation Honore" aus der BBC Serie Death in Paradise.

  • Grande Anse bei Deshaies: Kurz nach Deshaies kommt der wunderschöne Grande Anse – ein toller Platz zum Schwimmen und Entspannen.


Der Grande Anse bei Deshaies ist einer der schönsten Strände Guadeloupes.
Der Grande Anse bei Deshaies ist einer der schönsten Strände Guadeloupes.

  • Anse de la Perle: Ein kurzes Stück nach dem Grande Anse kommt dieser großartige Strand. Hier steht auch die Hütte des Hauptkommissars aus Death in Paradise, diese wird aber nach jedem Staffeldreh wieder abgebaut.


Der Anse de la perle bei Deshaies.
Am Plage de la perle befindet sich die Hütte des Death in Paradise Kommisars - diese wird aber nur während den Dreharbeiten aufgebaut.

  • Plage de la Grande Anse: Der schwarze Strand des Ortes Grande Anse in der Nähe von Trois Rivieres ist eine gelungene Abwechslung und zählte zu unseren Lieblingsstränden. Das Wasser ist etwas wellig hat aber ansonsten Badewannenqualität.



  • Sehenswürdigkeiten an der D23: An der Verbindungsstraße zwischen dem Osten und dem Westen der Insel Basse Terre befinden sich einige zum Teil etwas überfüllte Ausflugsziele. Wir haben uns den Wasserfall „Cascades aux Ecrevisses“ angesehen. Leider sind hier sehr viele Touristen und das Baden im natürlichen Becken des Wasserfalls verliert dadurch ziemlich an Flair. Etwa ein Kilometer nach dem Wasserfall kommt man zum Parkplatz des Wanderwegs “Maison de la Foret“ – auch hier ist es regelmäßig überlaufen und wir haben leider keinen Parkplatz gefunden und mussten weiterfahren zum Aufstieg „Mamelles de petit Bourge“.  Hier kann man in rund einer Stunde den „Gipfel“ besteigen, aber Achtung: Wenn es geregnet hat, wird der Weg zu einer einzigen Schlammwanderung (so wie bei uns). Fährt man die D23 weiter kommt man noch am Zoo und botanischen Garten „parc zoologique et botanique“ und einem Park mit Flying Fox vorbei. Die D23 bietet Ausflugsmöglichkeiten für jeden Geschmack.

  • Stadt Basse Terre: In der Hauptstadt des gleichnamigen Inselteils gibt es einen recht unspektakulären Markt und ein paar Einkaufsmöglichkeiten. Besonders gefallen hat uns hier der Besuch des „Fort Delgres“. Im ehemaligen Pulverlager, einem dick gemauerten Bunker, befand sich auch die Kommandozentrale während des Vulkanausbruchs des Soufriere im Jahr 1976. Kein Eintritt und sehr sehenswert.




Unser Tipp für einen Tagesausflug: Parc de la source

  • Der Parc de la source in der Nähe des Ortes Bouillante liegt am Ende einer sehr steilen Straße, aber die Fahrt nach oben lohnt sich. Es handelt sich bei diesem Projekt und Ausflugsziel um eine Mischung aus Naherholungsgebiet, Landwirtschaft und botanischem Garten. Das Gelände lädt zu ausgiebigen Spaziergängen und der Wasserfall zählt du den schönsten der ganzen Insel. Es gibt zahlreiche überdachte offene Pausenstellen, die sogar mit einfachen Grillmöglichkeiten ausgestattet sind. Hier eine Grillparty zu veranstalten muss ein absolutes Vergnügen sein. Außerdem lernt man viel über die hiesige Pflanzenwelt und sieht Pflanzen wie Kakao, Kaffee, Vanille und viele andere. Ein toller Ausflug!

 

Wasserfall parc de la source
Der Wasserfall im Parc de la source zählt zu den schönsten der Insel.

 

Die Gegend rund um den Vulkan La Soufriere

  • Drei-Wasserfallweg: Die drei Wasserfälle oder auch „Chutes du Carbet“ sind nichts für Menschen ohne Ausdauer. Die Wasserfälle 1 und 2 sind am besten über die D4 zu erreichen – am Ende der geschwungenen Straße kommt man zum Parkplatz bzw. zum Eingang des Nationalparks. Es empfiehlt sich auch hier früh zu kommen (bis 9 Uhr). Wer die Wasserfälle 1 und 2 sehen will muss Eintritt zahlen – Familien mit 2 Kindern zahlen den Gruppentarif von 7,50 Euro – sehr ok. Die meisten Besucher kommen aber nur zum zweiten Wasserfall, denn der erste befindet sich weiter oben und ist nur nach einem sehr schwierigen und anstrengenden Fußmarsch zu erreichen (angeblich in 1 Stunde 35 Minuten, aber wir wissen, das ist knapp bemessen). Wir haben mit den Kindern nach rund 45 Minuten umgedreht, da es immer steiler wurde. Der dritte Wasserfall ist über die D3 zu erreichen. Auch hier gibt es einen Parkplatz, der den Beginn einer rund 45 minütigen Wanderung markiert. Leider ist das Ziel enttäuschend, denn die letzten Meter zum Wasserfall sind aufgrund eines Hangrutsches gesperrt und man kann nur erahnen, wie schön dieses Naturereignis ist. Immerhin war es ein schöner Spaziergang. Nicht vergessen: Bei all diesen Wanderungen gutes Schuhwerk anziehen!

  • See „Grand Etang“: An der D4, auf dem Weg zu den Wasserfällen 1 und 2 kommt man am See „Grand Etang“ vorbei. Das Auto auf dem Parkplatz abgestellt sind es nur 300 Meter Fußmarsch zum See – hier kann man auch eine Seerunde gehen. Ein netter Ausflug.


Ausflüge die man außerdem machen kann:

  • Besuch des Rum-Museums oder einer der zahlreichen Destillerien: Rum zählt auf Guadeloupe zu den Nationalgetränken und die Auswahl ist riesig. Das aus den Resten der Zuckerrohrernte gewonnene Getränk erfreut sich hier größter Beliebtheit und ist sehr schmackhaft. Das „Musée de Rhum“ befindet sich im Norden von Basse Terre in der Nähe des Ortes Sainte-Rose.

  • Wasserfälle und Wanderungen: Auf der gesamten Insel Basse Terre findet man mehrere Wasserfälle und natürliche Badebecken sowie etliche, teils sehr anstrengende Wanderrouten. Ein gutes Beispiel ist der Aufstieg auf den Soufriere, mit über 1400 Metern der höchste Berg von Guadeloupe. Holen Sie sich Infos und Kartenmaterial aus den unzähligen Touristeninformationen, z.B. die Touristeninformation in Basse Terre, Adresse: 46 rue Paul Baudot - 97100 Basse-Terre, Tel. : +33 5 90 86 05 81 - Mail: otisbt@hotmail.fr

  • Städte und Orte besichtigen: Es gibt keine Großstädte auf Guadeloupe, aber mehrere Ortschaften, deren Besuch sich lohnt z.B: Deshaies, Petit-Bourge, Goyave, Baie-Mahault u.a.

  • Die zugehörigen Inseln besuchen: Vom Hafen in Trois Rivieres gibt es tägliche Fährverbindungen zu der kleinen Inselgruppe Les Saintes. Auch die Inseln „La Désirade“ und „Marie Galante“ sind einen Besuch wert.

 


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Paradiesische Unterkunft mit Makel

Auf unserer sechsmonatigen Langzeitreise sind wir auf Unterkünfte im unteren mit mittleren Preissegment angewiesen – große Sprünge gehen sich da einfach nicht aus. Auf Basse Terre haben wir uns nach längerer Suche für die Gites chez Marie-Christine entschieden. „Gites“ heißt „Hütten“ und Marie-Christine ist die überaus freundliche Gastgeberin dieser einfachen aber traumhaft gelegenen Bungalows in dem Ort Trois Rivieres.

Unsere „Hütte“ hatte 76 Quadratmeter, zwei Schlafzimmer, ein Bad und eine einfache Küche und Terrasse mit fantastischer Aussicht. Die Einrichtung war einfach bis spartanisch und die Küchenausstattung ließ etwas zu wünschen übrig, aber was braucht man schon, in einem tropischen Traumgarten mit kleinem Pool samt atemberaubendem Meerespanorama. Die eigenen Anforderungen ändern sich hier, die Zeit vergeht anders und schon bei unserer Ankunft waren wir begeistert. Da macht es auch gar nichts aus, wenn das ohnehin schwache Internet nur sehr unregelmäßig funktioniert (sehr lästig, wenn es die einzige Verbindung in die Heimat darstellt, aber da muss man durch).

 


Gastfreundschaft in den Unterkünften

Im tropischen Garten von Marie-Christine fühlten wir uns gleich wohl. Hier hat man fast das Gefühl in einer Familie aufgenommen zu werden, schließlich wohnt auch die Gastgeberin mit ihren Lieben auf dem gut gepflegten Gelände. Die zwei oder drei Unterkünfte sind sehr einfach, dafür ist aber auch der Preis niedriger als anderswo. Für uns ein wichtiges Argument. Mehrmals kam Marie-Christine oder ihr Mann vorbei und brachten frisch gepressten Saft oder köstliche Accras vorbei – eine karibische frittierte Spezialität aus Maniok. Da fühlt man sich gleich noch mehr willkommen.


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Die Sache mit der Landessprache

Wie bereits mehrfach betont, wird auf Guadeloupe französisch gesprochen. Wir hatten den Eindruck, dass vor allen jüngere Inselbewohner bereits besser Englisch sprechen, ansonsten kommt man mit Englisch nicht sehr weit. Im Gegenteil: Bei einigen Gelegenheit hatten wir sogar den Eindruck, als Kunden, die Englisch und kein Französisch sprechen, absichtlich ignoriert worden zu sein. Es empfiehlt sich also sich einen Grundwortschatz an französischen Wörtern und Redewendungen zu lernen und sei es nur: „Nous ne parlons francais tres bien.“

Wir sprechen nicht sehr gut Französisch.

 

Autofahren auf Guadeloupe

Im Großen und Ganzen fahren die Einheimischen relativ gesittet Auto (besonders im Vergleich zur Dominikanischen Republik, aber dazu mehr im nächsten Blog), auch wenn die Regeln die bei uns gelten zum Teil sehr locker ausgelegt werden. Nichtsdestotrotz muss man beim Lenken eines Wagen hier besonders gut aufpassen, denn Unfälle bzw. deren Auswirkungen sind hier verhältnismäßig oft zu beobachten. Ein Beispiel für den hiesigen Fahrstil ist das häufige Überholen in unübersichtlichen Situationen und das Überfahren der Mittellinie. Speziell in Kurven heißt es also: Vorsichtig sein und soweit rechts fahren wir möglich. Man will schließlich nicht im karibischen Straßengraben oder im Spital landen.


Basse Terre Dschungel
Basse-Terre ist eine unglaublich üppige Insel.

Fazit

Der Inselteil Basse Terre ist eine willkommene Abwechslung nach zwei Wochen auf Grande Terre und vervollständigt das Bild dieser vielseitigen Karibikinsel. Guadeloupe ist im deutschsprachigen Raum kein sehr bekanntes Reiseziel. Hier sind hauptsächlich Gäste aus Frankreich und internationale Gruppen von Kreuzfahrtschiffen anzutreffen, was Schade ist, denn die Insel hat viel zu bieten und ist sehr gepflegt. Lernen Sie ein paar Sätze Französisch und kommen Sie nach Guadeloupe. Sie werden es nicht bereuen, auch wenn die Kosten höher sind als in anderen Urlaubsdestinationen. Wir haben unsere Zeit auf Guadeloupe als Beginn unserer Langzeitreise jedenfalls sehr genossen.


Wir schicken allen Daheimgebliebenen und allen Reisenden liebe Grüße. Unser nächster Blog handelt von den Highlights unseres Aufenthaltes in der Dominikanischen Republik - es wird auch einige Überraschungen geben,


Max, Steffi und die Kinder

 

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